Jochen Ferber Pianist

Presse

Ferber hat alle Schwierigkeiten im Griff

Oppenweiler - Die Dunkelheit hat sich schon lange übers Land gelegt, die Kirchturmuhr schlägt und dann: Der Pianist Jochen Ferber stimmt seine zweite Zugabe, ein elegisches Nocturne von Chopin, an. Das Publikum im brechend vollen großen Saal des Oppenweiler Gemeindehauses lauscht wie gebannt, die Töne fließen jeglicher Zeitlichkeit enthoben – ein magischer Moment.
"Back to the roots" - so könnte man als Motto des Klavierabends von Jochen Ferber, dem bekannten Backnanger Konzertpianisten, formulieren. Ferber hat Essenzielles zu sagen und dementsprechend gestaltete er sein umfangreiches Programm. Bach, Mozart, Beethoven und Chopin, von diesen Großmeistern des Klaviers gab es zentrale Werke zu hören. Um es gleich zu sagen: Jochen Ferber überzeugt bei diesem Kernrepertoire sowohl intellektuell als auch emotional. Er gebietet über tiefschürfende Deutungsansätze ebenso wie über Totalaufnahmen im übertragenen Sinne aus der Vogelperspektive.
(...) Ferber nutzt seine enorme Anschlagskontrolle und - kultur für verblüffende klangliche Wirkungen. Wenn erforderlich, geht der Pianist behutsam zu Werke, als ein Beispiel sei die wunderbare Phrasierung des Mozart'schen Themas (Sonate A-Dur KV 331) genannt. Keiner weint so heiter und lacht so traurig wie Mozart. Dafür hat Jochen Ferber in den letzten Jahren einen immer ausgeprägteren Sinn entwickelt. Doch auch Sturm und Drang höret man da, Burschikoses hat seinen Platz und klangmalerische Kraftmeierei darf sich austoben. Doch dies alles an seinem Platz in der ausgewogenen Architektur. Stolzen Ganges schreitet das Menuett gemessen daher, ein delikates Trio folgt. Dann folgt das berühmte und auch heute noch von Klavierschülern geliebte aber auch gefürchtete "Alla Turca", Jochen Ferber hat alle Schwierigkeiten mühelos im Griff.
Im Italienischen Konzert von Johann Sebastian Bach kommt es dann zum barocken Showdown. Zwei Instrumentengruppen wetteifern miteinander, der Pianist löst sämtliche technischen Probleme hervorragend und hat noch Kapazitäten, dem Yamaha-Flügel schöne Farben zu entlocken. Zu herzen geht seine Deutung des langsamen Mittelsatzes, eine der schönsten Kantilenen der Geschichte.
Die zweite Programmhälfte stand ganz im Zeichen Frédéric Chopins. Sein zweite Sonate b-moll op. 35 (...). Ferber glättet nichts, trotz aller gebotenen Contenance begibt er sich ins Innerste und bietet aufwühlende und berührende Passagen. Das folgende Scherzo Nr. 1 h-moll op. 20, ebenfalls von Chopin, verstärkt diesen Eindruck (...) Große Kunst große Gefühle (...)

Christoph Rothfuß in "Backnanger Zeitung", 16.03.2013

Pianist beherrscht die Klaviatur in allen Lagen

Beilstein - Ein exklusives musikalisches Vergnügen haben die Besucher im Haus der Kinderkirche am Sonntag bei "Klassik im Schloss" erleben dürfen. Im dicht besetzten Saal wusste der Pianist Jochen Ferber die Zuhörer mit einem Programm zu begeistern, das mit Klaviermusik á la "Turca" ebenso fantastische Glanzpunkte setzte, wie es mit dem Trauermarsch von Frédéric Chopin ergreifende Empfindungen weckte. Hier – für Lebensfreude stehen – Schellenklang und Tamburin, dort düstere Akkorde, die den über Gräber streichenden Wind spüren lassen. (...) Ferber erweist sich als stilsicherer Interpret, ausdrucksstark mit temperamentgeladenem kraftvollem Anschlag. Er weiß zu nuancieren mit feinem Gespür für emotional gestaltete Klangbilder, differenzierte Dynamik und Dramatik. Der bundesweit gefragte Interpret beherrscht die Klaviatur in allen Lagen. Und das stellt er auch mit den vorgestellten Werken von Chopin unter Beweis: Mit der Sonate Nr. 2 b-moll op. 35 mit dem "Marche funébre" (Trauermarsch) ebenso wie mit dem Scherzo Nr. 1 h-moll op. 20. Mit kraftvollem Anschlag hämmert er mit der linken Hand paukenschlagmäßig Akkorde, während die rechte Hand gefühlvoll über die Tasten streicht: Höchst virtuos auf der einen, schwärmerisch und feinsinnig auf der anderen Seite, lässt er Musik lebendig werden. (...)

Helmut Schwarz in "Marbacher Zeitung", 19.02.02013

Mit feinem Gespür für Zwischentöne

Dornhan - (...) die kraftvolle und lebendige Interpretation von Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahr 2009 war noch vielen Besuchern in lebendiger Erinnerung.
Ferber begann sein zweites Konzert in Dornhan mit "Drei Klavierstücke D 946" von Franz Schubert. Ausdrucksstark interpretierte er die gleichmäßigen Läufe und zeigte in hohem Maße, dass er auch im rasanten Spiel ein feines Gespür für leise Zwischentöne und abgestimmte Phrasierung hat.
Nach dem expressiven Erzähler Schubert folgte die Sonate f-moll op. 57 "Appassionata" von Ludwig van Beethoven. Virtuos und mit unbändigem Temperament, jedoch das Tempo immer in der Hand haltend, spielte er diese schöne ausdrucksstarke Sonate, die, so Ferber, wegen ihrer Leidenschatlichkeit und ihrer romantischen Dunkelheit so beliebt sei.
Nach der Pause folgten die Brahmsschen Fantasien op. 116. Die elegischen, träumerisch-tänzerischen Intermezzi gestaltete Ferber sehr sensibel, fast melancholisch, mit exzellenten Abstufungen. Aber auch die ihnen gegenüber stehenden dramatischen schnellen Capricci kamen nicht zu kurz. Diszipliniertes Spiel stand den weichen, weiten Melodiebögen gegenüber.
Überfeurig und mit fantasievoller Klangkultur interpretierte der Künstler die beschließende "Ungarische Rhapsodie Nr. 6" von Franz Liszt. In der Tat ein famoses Konzert mit einem brillant zusammengestellten Programm. Rufe wie Bravo oder Wahnsinn waren hoch verdient."

Hanni Vollmer in "Schwarzwälder Bote", 27. 3. 2012

Syrinx Trio

Schorndorf-Oberberken – Es muss sich herum gesprochen haben: das kleine aber feine Programm der rührigen Kulturgruppe Oberberken: Gut 150 Musikfreunde folgten diesmal der Einladung zur Woiree „Klassik zur Teezeit“, so dass das Foyer der Schurwaldhalle kaum mehr Platz bot.
Und nimmt man den begeisterten Schlussapplaus als Zeichen, dann war das Konzert des Syrinx Trios nicht nur ein voller Publikumserfolg, sondern auch ein künstlerisches Highlight.
So hatten die noch jungen Virtuosen des Trios ein apartes Programm aus zum Teil selten gehörten Stücken mitgebracht. Mit Joseph Haydns unglaublich grazil daher wehendem Trio F-Dur eröffneten die drei ihr Konzert. (…)
Darauf folgte nun ein Werk des jugendlichen, kaum 16-jährigen Beethoven. Sein Trio G-Dur op. 37 ließ sich unwillkürlich wie eine fast zeitgleich komponierte Antwort auf den älteren Haydn hören. Wo Letzterer die musikalischen Sphären fein ausbalanciert, gibt Beethoven den keck genialen Stürmer und Dränger! (...)
Das alles wird vom Syrinx Trio mit spannungsreich dynamischer Frische so gespielt, als wär’s ein Stück von heute. (…)
Die Klassik hinter sich gelassen und doch beerbt hat Astor Piazzolla mit seinen „Vier Tango-Jahreszeiten“. Das sind melancholische, wache Klangbilder der Stimmungen von Jahreszeiten in Buenos Aires: mal vertrackt-rhythmisch schwebend, mal mit erotischer Schwere drückend, beides mit strahlend lebendiger Musizierkunst vom Syrinx Trio dargeboten.

Thomas Milz in „Schorndorfer Nachrichten“, 25.01.2011

Virtuoses Spiel mit ganz eigener Note

Murrhardt - Jochen Ferber war zu Gast in seiner Heimatstadt. Der Pianist gab in der Stadtbücherei ein Konzert und beeindruckte durch die Bandbreite seines Spiels, die von zart bis impulsiv reichte. (...)

Jochen Ferber führte selbst mit Erläuterungen zu den Komponisten und Werken durchs Programm. Höhepunkt waren Schumanns Sinfonische Etüden op. 13. (...) Diese Etüden gestaltete er als fantasievolle, orchestral und sinfonisch wirkende Klangbilder mit vollen Akkorden, Oktaven und farbenreichen Mittelstimmen. (...) Der Pianist verstand es, die figurale und emotionale Gestaltung der Klangbilder stimmungsvoll, fein nuanciert und mit individueller Note darzustellen. (...)

Chopins Sonate Nr. 1 c-moll op. 4 werde fast nie gespielt, da sie noch nicht ganz ausgereift sei, erzählte Jochen Ferber. Er nahm sich des Stücks an und brachte ein Panorama aus vielschichtigen Themen voller Dramatik und Emotion zur Entfaltung. (...) Jochen Ferber beeindruckte die Zuhörer mit seinem perfekten Anschlag, der sowohl zart und einfühlsam als auch impulsiv war und mit dem er kraftvoll die vielfältigen Schattierungen und Stimmungen herausarbeitete.

Elisabeth Klaper in "Murrhardter Zeitung", 09.11.2010

Ein Konzert mit großen Melodien

Stetten – Bis auf den letzten Platz besetzt war am Samstagabend der schmucke Sommersaal im Stettener Schloss…. Die Konzertveranstalter um Hans Schüßler konnten dazu mit der Sopranistin Nina Fallier aus Rommelshausen aufwarten, die vor heimischem Publikum gemeinsam mit Jochen Ferber am Flügel einen abwechslungsreichen Konzertabend vorbereitet hatte und dafür viel Beifall erhielt. ….

Mit Schubers „Auf dem Wasser zu singen“ und Schumanns „Widmung“ zeigten sich Nina Fallier und Jochen Ferber auch in virtuoseren Liedsätzen als versierte Musiker. …..

Dazu trug auch der Pianist Jochen Ferber seinen Teil bei. Der gefragte Kammermusikpartner erwies sich als Begleiter mit dem nötigen Fingerspitzengefühl, der im richtigen Moment auch einmal musikalisch in den Vordergrund zu treten wusste und seine Rolle durchaus ebenbürtig zum Gesangspart interpretierte, was den Vorträgen eine stimmige Balance verlieh.

Frank Ebert in "Fellbacher Zeitung", 09.11.2009

In kleinen Formen innigste Empfindungen

„Münsingen - Noch während er sich auf dem Hocker niederlässt, fixiert Jochen Ferber die Tasten des Flügels und lässt die ersten Töne erklingen. Er überrascht die Zuhörer mit seinem ansatzlosen Vortrag. Es ist der Beginn eines Klavierabends, bei dem der 35-jährige Backnanger Pianist sich ganz den Werken unterordnet, statt sich selbst zu inszenieren.

Er taucht ein in die Klangwelten von Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy. Es ist keine als Bescheidenheit maskierte Eitelkeit, die er zur Schau trägt, sondern vielmehr der durchgängige Ansatz eines Künstlers, dessen Zugang zur Musik vielfältige pädagogische Bezüge aufweist. Ferber lehrt seit 2005 an der Stuttgarter Musikhochschule und war Jurymitglied bei "Jugend musiziert". Bundesweit gefragt und national wie international ausgezeichnet, präsentierte er sich gleichsam als ausführendes Werkzeug der Komponisten, die heuer als Jubilare geehrt werden.

Wie in der Eröffnung durch Haydns Sonate in As-Dur, besticht Jochen Ferber während seines gesamten Vortrags durch präzises und einfühlsames Spiel. Leichthändig erweckt er das Allegro moderato zum Leben und bringt im folgenden Adagio die sich harmonisch auflösenden Dissonanzen zum Strahlen, bevor er vor Kraft und Spiellust strotzend dem Presto mit Lust und Leidenschaft Ausdruck verleiht.

Dabei gerät er niemals in Gefahr, sich in seelenloser Technik zu verlieren. Sondern es gelang ihm durch exakt gesetzte Kontrapunkte und lebhafte Betonungen und Steigerungen, vielfältige Nuancen herauszuarbeiten und die ausdifferenziert zum Leben zu erwecken.

Eine Qualität, die er auch in sechs Liedern ohne Worte von Mendelssohn Bartholdy unter Beweis stellte. So geriet das Allegro con fuoco in a-Moll zu einer Demonstration seines Könnens, hier mit Furor, dort in flirrenden, teils introvertierten Ausdruckswerten. Auch das vom 17-jährigen Mendelssohn Bartholdy komponierte Rondo capriccioso sowie dessen nachfolgende Sonate in B-Dur setzte Ferber konsequent um. Er überzeugte mit seiner großen Gabe, einfühlsam - und wenn geboten – auch temperamentvoll die Schattierungen und Gefühlslagen der Werke ungekünstelt herauszuarbeiten.

Am Ende des Abends ließ Ferber erneut Joseph Haydn erklingen, um diesen Komponisten - wie er erklärte - aus dem "Schattendasein zu entführen". Tatsächlich offenbarte Haydns Sonate in Es-Dur farbenreiche Stimmungslagen: Das Allegro umbrauste in aufschwellender Dynamik die immer wiederkehrenden Harmonieinseln, während das Adagio seltsam stockend und behäbig eine bleierne Atmosphäre zurückließ. Im finalen Presto wechselten sich rasante Passagen mit elegischen Momenten ab, bei denen Ferber jedem Ton kunstvoll nachzuhorchen schien.

Als Dank erntete Ferber lang anhaltenden Beifall - und die tönerne Plakette der Gemeinschaft der Musikfreunde Münsingen aus den Händen ihres Vorsitzenden Hermann Bohn. Ferber bedankte sich mit einer Zugabe aus der Feder Carl Maria von Webers und war so schnell weg, wie er aufgetreten war. Er blieb sich selbst treu und ließ allein die Musik für sich sprechen.

Simon Wagner in „der Alb-Bote“, 13.10.2009

Heftiger Haydn, starker Applaus

Winnenden -  Haydn und Mendelssohn spielen in deren Jubiläumsjahr fast alle. Aber nicht alle werfen einen neuen Blick auf die alten Meister, so wie dies der in Backnang geborene und an der Stuttgarter Musikhochschule lehrende Pianist Jochen Ferber bei seiner sehr erfrischenden Schlossmatinee getan hat.

Dass Jochen Ferber als Hochschullehrer auch einen analytischen Zugang zur Musik hat, ließ er beim Matineekonzert durchaus spüren. Und das war gut so. Zunächst bei einem klug konzipierten Programm. Da ging’s natürlich um die Jubilare Haydn und Mendelssohn, was derzeit zu erwarten ist. Aber bei Ferber so, dass außer der üblichen und nötigen Würdigung – beide Komponisten wurden ja oft als leichtgewichtig missverstanden – auch eine Durchleuchtung stattfand, z. B. wenn Ferber Mendelssohns Variations sérieuses op. 54 Haydns f-Moll-Variationen folgen ließ, eines der wenigen Moll-Werke des Meisters und in der Auffassung des Gattungsbegriffs unterschiedlich zu der Mendelssohns.

Auch bei dem Romantiker handelt es sich um eine Variation der Vertiefung, nicht allein der Virtuosität. Wobei Ferber Fort-Finessen und Stakkato-Bravour durchaus nicht scheute.
Noch überzeugender vielleicht sein Spiel von Haydns C-Dur –Sonate Nr. 36 zu Beginn. Ein Einstieg mit ganz lichter, ganz heiterer Wiener Klassik, mit hörbarer Freude an der Form, aber auch mit Verschnörkelungen und agogischer Finesse (…). Eigenwillig das heiter hüpfende Allegro, auch das stark individuell gefärbte Adagio, wo Ferber an mancher Stelle verharrte, statt sie einem steten syrischen Fluss unterzuordnen, wie dies sonst meist geschieht. Womöglich als ein Atemholen für das furiose Finale, ein kurzes, knappes Presto, geradezu putzig perfekt gespielt. Ein besonders heftiger Haydn – Grund genug für starken Applaus. (…).
Dieser besonders lyrischen Stimmung (von Mendelssohns Präludium und Fuge e-Moll op. 35,1) folgt eine abschließende tour de force in Mendelssohns Rondo capriccioso op. 14, von Ferber so bravourös gespielt, dass eine Zugabe folgen muss, und zwar nicht irgendeine, sondern ein „Lied ohne Worte“, jene Gattung, die Mendelssohn quasi erfunden hat. So endet das Konzert eines Musikpädagogen und Klaviervirtuosen so still und poetisch, dass das Fallen der berühmten Stecknadel zu hören wäre. “

Michael Riedinger in "Winnender Zeitung", 07.04.2009

„Eine gelungene Hommage an Mendelssohn

Dornhan – Mit einem ausdrucksstarken Konzertabend versetzte der 1974 in Backnang geborene Pianist Jochen Ferber das Dornhaner Publikum in Erstaunen. Sein interpretatorisches Können zeigte er gleich bei seinem Einstieg mit der Sonate C-Dur H XVI/21 von Joseph Haydn. Ferber interpretierte in einem lupenreinen Klangbild die figurale Darstellung des Komponisten. (…)

Schnelle Finger, technisches Können und vor allem viel Seele zeigte der Pianist in seiner Interpretation von Mendelssohns „Liedern ohne Worte“ aus op. 53. Gekonnt lotete Ferber die emotionale Tiefe der Musik aus. Mit großer Passion und mit einer ursprünglichen Frische und jugendlichen Verwegenheit, der sich das Publikum nicht entziehen konnte, interpretierte Ferber den Komponisten mit dem Präludium und Fuge e-moll op. 65 Nr. 1. Eine gelungene Hommage zum 200. Geburtstag von Mendelssohn.

Mendelssohn sei auch der eigentliche Wiederentdecker von Bach im 19. Jahrhundert, erklärte Ferber vor seiner Interpretation von Bachs Toccata e-moll. Starke Wirkung und einfache Harmonik, Lebendigkeit und Farbenreichtum stellte er beherrschter Simplizität gegenüber. Dass hier ein Meister seines Instruments am Werk war, der fein nuanciert ein großes Stück seiner Persönlichkeit in die Wiedergabe hineinlegte, steht außer Frage.“

Hanni Vollmer in "Schwarzwälder Bote", 24.03.2009

Syrinx Trio präsentiert Kammermusik vom Feinsten

"Baltmannsweiler - ...Mit ihrem souveränen Können verschafften die drei Musiker dieser Musik (Haydn-Trio) die angemessene Leichtigkeit. Alle zeigten von Anfang an eine hohe Musikalität und klare Tonsprache und die Flötistin und der Cellist beste Intonationssicherheit. Der überwiegende Teil des Konzertes wurde aber geprägt von spätromantischer, impressionistischer Musik. Dabei entfaltete das Trio eine unglaubliche Klangfülle. Die technische Schwierigkeit all dieser Werke ist enorm, spornte die Musiker aber zu besonderer Musikalität an. Im Trio von Bohuslav Martinů, komponiert 1844, erhielt jedes Instrument einen gleichwertigen Part, sodass auch der Cellist den sanglichen, tragenden Ton seines Instrumentes eindrucksvoll ausspielen konnte. Im zweiten Satz dieses Werkes bestritt die Flötistin ein Solo, das an den wehmütigen und fernen Klang einer Hirtenflöte erinnerte. Von dieser bezieht das Trio seinen Namen (Syrinx Trio)..."

Gotthilf Greiner in "Esslinger Zeitung" 17.03.2008

"Große Musik in der Musikschule

'Groß' schien das passende Adjektiv für den von der Kultugemeinschaft initiierten Klavierabend mit Jochen Ferber zu sein. Große Klaviermusik im großen Saal der Musikschule....

Was das Publikum geboten bekam, genügte den höchsten Ansprüchen. Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks meisterte Jochen Ferber auch virtuose Passagen seines Programms scheinbar mühelos und gefiel durch sein variantenreiches Spiel.

In seinem Programm vereinte er kleinerer Werke wie Franz Liszts Bearbeitungen von Liedern von Franz Schubert aus dem Zyklus "die schöne Müllerin" mit geradezu monumentaler Klaviermusik wie der gut 40-minütigen Sonate D-Dur op.53 von Franz Schubert, die durch ihre orchestrale Anlage von Pianist und Instrument gleichermaßen Höchstleistungen forderte. Auch die kurzfristige Erweiterung des Programms um Liszts "Funérailles" zeigte die geballte Dynamik des Ferber'schen Spiels. Unerbittlich hämmerte die linke Hand, Paukenschlägen gleich, in rasender Geschwindigkeit in den tiefen Oktaven des Flügels, während die rechte Hand anscheinend unbeirrt immer wieder ein Marschthema intonierte....

Eine ganz anderer, sehr viel introvertiertere, aber deshalb nicht weniger eindrückliche musikalische Auseinandersetzung mit dem Tod präsentierte der Pianist mit Leos Janaceks "Sonate 5.X.1905" und bewies damit gekonnt seinen interpretatorischen Tiefgang und seine Ausdruckskraft.  “

Frank Ebert in "Fellbacher Zeitung" 23.10.2007

„Fulminanter Klavierabend mit Jochen Ferber

…Ein einsamer Monolith in der Geschichte der Klaviermusik ist dieses Werk (Beethovens Diabelli-Variationen) ob seiner Vielschichtigkeit. Ergreifend und skurril, virtuos und schwärmerisch, exaltiert und bescheiden, ausgeflippt und streng kontrapunktisch – diese Gegensätze, die in diesem Werk schlummern, ließen sich beliebig fortsetzen.

Jochen Ferber erweckte sie alle, mit hellwacher Konzentration und unerbitllichem pianistischem Zugriff… Dies alles und noch viel mehr brachte Jochen Ferber mit bewundernswerter pianistischer Übersicht tatsächlich unter einen Hut – packen, zupackend und immer in raschestem Wechsel changierend. Mal eigenwillig, mal spukhaft, hier hochdynamisch, dort virtuos, humorvoll oder kontemplativ…

Was Jochen Ferber für ein fulminanter Pianist ist, das bewies er auch durch seine stupende Ginastera-Zugabe. Viel Beifall.“

Thomas Arnold in „Der Teckbote“, 23.06.2007

„Höchstmaß an Konzentration

Mit dem Pianisten Jochen Ferber stellte der Geislinger Kulturverein am Donnerstagabend im Geislinger Martin-Luther-Haus einen Künstler vor, der seine Zuhörer mit einem anspruchsvollen Programm zu beeindrucken wusste.

…In Ludwig van Beethovens Sonate C-Dur op. 53 paarte sich elementare Dreiklangsmelodik mit großer Virtuosität, und Jochen Ferber blieb dem Werk in dieser Hinsicht nichts schuldig. Die Technik schien ihm so selbstverständlich zu Gebote zu stehen, dass er das Schwere relativ leicht wirken lassen konnte…

(In den 24 Préludes von F. Chopin) vollbrachte Ferber ein Höchstmaß an Konzentration, um die monothematische Wesensart der meist sehr kurzen, aber expressiven Stücke darzustellen…“

Ulrich Schlecht in „Geislinger Zeitung“, 10.03.2007

"Großer Auftritt in kleiner Runde

Fellbach. Am Sonntagabend hatte die Kulturgemeinschaft beim Buhlen um die Gunst des Publikums gegenüber dem Philharmonischen Chor das Nachsehen: Gerade mal 60 Zuhörer machten aus Jochen Ferbers exquisitem Gastspiel ein recht exklusives Vergnügen. Schade, denn das Spiel von Jochen Ferber hätte mehr Zuhörer verdient gehabt.

Laute "Bravo"- Rufe kommen in unseren Breiten nicht eben häufig vor. Doch mit seiner abschließenden großen Liszt-Etüde "Mazeppa" hatte Jochen Ferber sich diese mehr als verdient. Den wilden Ritt des legendären Kosakenhauptmanns brachte Ferber mit einer Wucht und technischen Brillanz auf die Klaviertasten, dass der enthusiastische Beifall des Publikums fast zwangsläufig war.

Auf diesen dramatischen Höhepunkt hin hatte Jochen Ferber den Spannungsbogen seines Programms kunstvoll gespannt: eine fröhliche, in allen Girlanden und Schnörkeln fein herausgearbeitete "Dürnitz"- Sonate des großen Jubilars Mozart vorneweg, einen schon deutlich innigeren und spannungsvolleren Beethoven-Variationssatz hinterher, dann wieder gleichermaßen belebte wie verträumte Musik des zweiten Jubilars Robert Schumann, die "Arabeske" und seinen Erstling, die "Abegg"- Variationen.

Noch mehr Gelegenheit, nicht nur seine gediegene Fingerfertigkeit vorzuführen, sondern auch seine enorme Fähigkeit, die Musik atmen und lebendig werden zu lassen, bekam Jochen Ferber im zweiten Teil mit Schumanns romantisch tänzerischen "Papillons" - und dann mit den großen Liszt-Etüden. Nach den vielen reizend funkelnden und plätschernden Klängen der ersten Programmhälfte rauschten nun die großen Klangwogen durch den Flügel, bezauberten arpeggierte "Abendharmonien" das Publikum. Dem stürmisch gefeierten "Mazeppa" - Ritt ließ Ferber noch einen weiteren folgen, Listzs Etüde aus derselben Reihe mit dem sprechenden Titel "Wilde Jagd".

Das letzte Wort hatte dann wieder die feine Poesie - mit Schumanns "Vogel als Prophet". Ein eindrucksvoller Abend, den man einem größeren Zuhörerkreis gewünscht hätte."

Michael Steck in "Fellbacher Zeitung", 24.10.2006

"Phänomenales Talent

Münsingen. Erst 30 Jahre alt, doch bereits ein ausgereifter Virtuose mit individueller Gestatlungskreativität – so präsentierte sich der Pianist Jochen Ferber bei der Gesellschaft der Musikfreunde Münsingen bei seinem Klavierabend in der Zehntscheuer.

Bereits beim ersten Stück, „Zehn Variationen G- Dur KV 455 über ’unser dummer Pöbel meint’“ von W. A. Mozart überzeugte der Künstler mit seinem feinen Sinn für das derb-volkstümliche Thema, das er in seiner Schlichtheit transparent durch die einzelnen Variationen führte. Er entwickelte Mozarts kompositorisches Geflecht temperamentvoll in makelloser Akkuratesse des überschäumenden Zierats, wobei er nie den roten Faden verlor. Es war geradezu hoch spannend zu erleben, wie die facettenreiche Palette der Varianten immer wieder zum Thema zurück fand.

Innerhalb der klassischen Form der Sonate D-Dur von Joseph Haydn gelang Jochen Ferber ein Höchstmaß an Losgelöstheit des Musizierens. So geriet der erste Satz zum Lehrstück der virtuosen Sonate, das Adagio des zweiten Satzes kam majestätisch kraftvoll und dem folgte dann ein graziles Allegro in frappierender Fingergewandtheit.

Nahezu übergangslos gelang Jochen Ferber der Sprung zu Felix Mendelssohn-Bartholdys Variations sérieuses d-Moll op. 54. Mit großer agogischer Bandbreite präsentierte er die schweren Harmonien, die sich in rasant motorisch vorandrängende Linien auflösten, sangliche Melodik leuchtete auf, die erneut in temperamentvolle, geradezu aggressive Interpretation mündete...

Was man nach der Pause erst bei Rachmaninow erwartet hatte, gelang dem Pianisten bereits ber der Darbietung von Claude Debussys "Pour le piano": Der Rhapsode, der Urtypus des musikantischen Pianisten, agierte voll alle Nuancen engagierten Solospiels aus. Breit angelegt akademisch die Toccata.

Als krönenden Abschluss zeigte der Pianist mit einer Auswahl der Préludes op. 23 von Rachmaninow noch einmal seine ganz große Klasse. Man fühlte sich angeregt, mit zu schwingen, zu tanzen gar und fühlte sich dann doch eher wieder auf der passiv zuhörenden Seite beim kontrastierenden Largo Nr. 1 fis-Moll. Den grandiosen Abschluss bildete Nr. 2 B-Dur – Majestoso, ganz im individuellen Verständnis des jungen Pianisten in höchster Erregung gestaltet.

Frenetischer Beifall erwirkte Zugaben: Den Walzer Nr. 1 von Chopin und Tanz von Alberto Ginastera, die noch einmal das hohe Niveau des Pianisten unter Beweis stellten."

"Reutlinger Generalanzeiger", 26.04.2005, elk

"Mephisto der Tasten

Münsingen. Der 1974 geborene Pianist ist kein zarter Poet. Wäre er Schriftsteller, würde er exaltierte Dramen feinsinniger Lyrik vorziehen. Und wäre er Maler, trüge er kraftvoll strahlende Farben anstelle zarter Pastelltöne auf.

Der Rieger- und Marchand- Schüler kann auf den Tasten leiden und schwärmen, in diabolischer Besessenheit wüten. Sein Spiel ist kraftvoll und bisweilen ungebändigt, nie aber unkontrolliert oder rüde...

Ferber bäumt sich auf, wütet in diabolischer Besessenheit, ohne sich dabei ganz gehen zu lassen: Der Pianist verbindet das exzessiv-theatralische Moment mit dem Hintergrund einer wohl überlegten, wirkungsvollen Interpretation, der es an musikalischer Logik und gedanklicher Tiefe nicht gebricht....

Jochen Ferber gehört zu denjenigen Pianisten, die Leidenschaften nicht nur mit dem dicken Pinsel auftragen, sondern jene auch im Zuhörer zu wecken vermögen. Kontemplation und Passion verkommen nicht zur bloß manieristischen Beigabe virtuoser Brillanz.

Vielmehr ist technische Versiertheit in ihrer makellosen Beherrschung lediglich Mittel zum Zweck, Kulisse fürs diabolische Meisterstück etwas im Sinne eines Franz Liszt…."

Marion Schrade in "Alb-Bote", 26.04.2005

"Minutiöses Zusammenspiel

Landshut. Gestochen scharfe musikalische Portraits schuf das Trio arundo beim 5. Abonnementkonzert der Freunde der Musik im Landshuter Rathausprunksaal. Die Struktur der Kammermusikwerke von Beethoven bis Dutilleux war professionell ausgeleuchtet. (…)

Die Leichtigkeit des Spiels der drei Instrumentalisten verleiht dem Kopfsatz (von Beethovens Trio op. 38) eine Heiterkeit, die nichts gemein hat mit dem Beethoven der Fünften Sinfonie. Auch die Anmut der Melodie, wenn Elisabeth Seitenberger, vom Pianisten Jochen Ferber sehr dezent begleitet, beim Adagio cantabile auf ihrer Klarinette träumt, oder wenn der Fagottist Michael von Schönermark dem Tempo die Menuetto das tänzerische gewisse Etwas verleiht, deuten vielmehr auf den Beethoven der Ersten Sinfonie hin. Und it eben jener zusammen wurde ja das ursprüngliche Septett im Wiener Burgtheater uraufgeführt. Die Klarheit und Solidität seines Spiels, die Ferber als Kammermusikpartner auszeichnen, kommen auch be i den Solowerken, einer Auswahl aus Sergej Rachmaninows Préludes op. 23, zum Zuge. So gestaltet er den Mittelteil des Maestoso zu einem bunten Perlenspiel. (…)

In Glinkas bereits erwähntem Trio pathetique kann man das minutiös abgestimmte schöne Zusammenspiel dreier gleichberechtigter Partner nochmals richtig genießen. „

Eberhard Tro in "Landshuter Zeitung", 11.01.2006

„Junge Musiker übertreffen alle Erwartungen

Greven. Immer wieder sind die renommierten Aula-Konzerte auch ein Forum, junge Künstler am Anfang einer Karriere kennen zu lernen. So wohl auch am Sonntagabend, als das „Trio arundo“ zu Gast war. Die drei jungen Musiker übertrafen die an sie gestellten Erwartungen, sie machten dieses Konzert zu einem Erlebnis.

Klarinette, Fagott und Klavier diese Kombination ist durchaus selten, der Klang faszinierend der Zuhörer ließ sich durch das hohe Niveau bereitwillig einfangen. Jochen Ferber als Vertreter der jüngeren Pianistengeneration hatte den klar durchdringenden Yamaha-Flügel statt des vielleicht farbenreicheren und weicheren Feurich-Instrumentes gewählt. Dadurch eröffnete er dem Publikum eine Interpretationswelt, die ganz dem lebendigen und jugendlich frischen Gestaltungswillen des Trios entsprach. Mit der Klarinettistin Elisabeth Seitenberger und Michael von Schönermark am Fagott hatte er exzellente Partner, deren Zusammenspiel selbst in kleinsten Nuancen übereinstimmte.

Mit einer Transkription des Divertimentos Nr. 9 B-Dur KV 240 von W. A. Mozart eröffnete das Trio arundo den Abend, spielte sich mit Leichtigkeit und hörbarer Musizierfreude3 sofort in die Herzen des Publikums. Die reizvollen Sätze dieses Werkes erstrahlten in einer jederzeit adäquaten Interpretation.

Auch das Duo für Klarinette und Fagott Nr. 1 C-Dur von Ludwig van Beethoven erkland mit einer selten zu hörenden detailgenauen Finesse, klangliche Schattierungen gelangen sehr differenziert.

Jochen Ferber beschloss den ersten Tel mit den Variations sérieuses op. 54 von Felix Mendelssohn-Bartholdy. In ihnen konnte er seine ganze Anschlagskultur auch solistisch präsentieren. In den technisch oft diffizilen 17 Variationen zeigte er den gesamten Mikrokosmos dieses Werkes in all seiner Schönheit auf. (…)“

"Grevener Anzeiger", 13.12.2005

"...Auch der Sonate op. 96 von Ludwig van Beethoven merkt man die dialogisierende, dem Klavier eine zumindest gleichberechtigte Rolle einräumende Anlage an.

Ferber - technisch makellos - wird der Gestalterrolle sehr gerecht: Ein weicher, aber nie undeutlicher Anschlag ermöglicht ihm ein rhythmisch taufrisches und von hoher Phrasierungskunst gezeichnetes Spiel. Beeindruckend, wie ausgefeilt und musikalisch

Ferber das Eingangsthema des Adagios gestaltet. Linus Roth nimmt den Ball auf, singt die klaren Melodielinien Beethovens aus und entfaltet mit dem Partner einen wunderbar vernetzten und innigen Dialog. Jede Phrase wird ausformuliert, jede Note belebt...

das Schwärmerische und sich elegisch Aussingende des Werkes (Schumanns Sonate op. 121) verwirklicht das Duo mit ausgeprägtem Klanggefühl. In der sukzessiven Ausdruckssteigerung des langsamen Satzes wird so nobel, so schlicht und doch tief empfunden gestaltet, dass es anrührt. Und während im Finale Pianist

Ferber auch in üppigsten Klaviersatz noch sorgsam differenziert und damit für Durchsichtigkeit sorgt, gelingt Roth dies durch seine Bogenattacken und Abphrasierungen. "

Volker Timmermann in "Nordwest-Zeitung", 28.10.2004

„Selbstbewusst interpretiert

Göppingen. (…) Unversehens war der Zuhörer bei Beethovens Trio in Es-Dur op. 38 hinein genommen in eine unprätentiöse Wiedergabe, die nicht tiefgründelnd nach dem Besonderen forschte, sondern den spielerisch-leichtfüßigen Charakter des Stücks betonte und gleichzeitig den Musikern Zeit und Raum gab, ihre instrumentalen Fertigkeiten gebührend auszustellen.

So durfte sich Michael von Schönermark in den auf das einleitende Adagio-Allegro con brio folgenden Sätzen durch jungmeisterliches Spiel mit wohlgeformten, nie trivial aufdringlichen, sondern gar mit feiner Eleganz ausgestatteten Tönen auszeichnen. Er durfte es so seiner Kollegin Elisabeth Seitenberger gleichtun, die der Klarinette mit großem Atem schlanke, doch immer körperlich betonte Klänge entlockte.

Dazu zeigte sich Jochen Ferber in der mit Sorgfalt erstellten Darstellung als dem tönenden Gesamtbild dienender, selbstbewusst mit eigenen Anregungen aufwartender Partner. Was ihm an pianistischem Können zu Gebote stand, demonstrierte er eindrucksvoll in vier der Préludes aus Opus 23 von Rachmaninow, wobei neben der bravourösen Faktur, mit welcher er die Musik in Szene setzte, die durchdachte, vor Sentiment nicht zurückschreckende Gestaltung überzeugte.

Als zuverlässiger Begleiter fungierte der Pianist auch in Koechlins Sonate op. 71, in der Michael von Schönermark sein großes instrumentales Vermögen wie sein Streben nach einer eigenständigen Interpretation ebenso beeindruckend unter Beeis stellte wie in Dutilleux’ Sarabande et Cortège. Mit einer klanglich schön ausgehörten, rhythmisch pointiert akzentuierten Wiedergabe von Glinkas Trio Pathétique beschloss das Ensemble sein mit großem Beifall aufgenommenes Programm. „

"Göppinger Zeitung", 10.12.2005

"...In der ersten Programmhälfte erklangen die sechs Präludien und Fugen für Klavier von Felix Mendelssohn- Bartholdy. Hochkonzentriert eröffnete Jochen Ferber den Abend mit eine majestätischen Melodie, unter der sich aufgewühlte Arpeggien bewegten.

Die darauf folgende Fuge begann zunächst kammermusikalisch zurückgehalten, steigerte sich aber mehr und mehr, bis zum Schluss ein feierlicher Choral erklang... Beim folgenden Satzpaar gelang er Ferber, durch feinste dynamische Abstufungen und eine – vor allen bei harmonischen Besonderheiten – äußerst sensible Klanggestaltung zu erreichen. Nun folgte ein wahrer Temperamentsausbruch: Staccatoläufe im Prestissimo, dramatische Steigerungen und jähe Einbrüche jagten einander in nervöser Unruhe. Jochen Ferber schaffte es hervorragend, den sanguinischen Charakter der Musik herauszuarbeiten, ohne je die Kontrolle zu verlieren…. Bei der Fuge Nr. 5 konnte der junge Ausnahmemusiker seine ganze virtuose Technik bei rasanten Läufen und trotzig insistierenden Tonrepetitionen unter Beweis stellen..."

Christoph Rothfuss in der "Backnanger Kreiszeitung", 09.07.2003

"Virtuosität und Ausdruckskraft bestimmten das Konzert des Pianisten Jochen Ferber im Gaildorfer Schloss mit Werken von Scarlatti, Beethoven und Schumann. einnervig und filigran präsentierte Jochen Ferber gleich zu Beginn vier Sonaten von Scarlatti. Harmonische Härten unterstrich er, etwas in der streng im Tempo gespielten ersten Sonate in C- Dur. Jochen Ferber schien die Sonaten zu sezieren. So wirkte die A- Dur Sonate hell und klar im Ton... Im letzten Werk des Konzertes, Schumanns Carnaval“-Zyklus op. 9. arbeitete Jochen Ferber die gegensätzlichen Charaktere – träumerisch verhalten bis schwärmerisch gegen vorwärts drängend oder euphorisch, Eusebius kontra Florestan – gut heraus, ohne dass darüber der poetische Anteil verloren ging."

Ralf Snurawa in „Gaildorfer Rundschau“ 10.12.2002

"...Nach der Pause erklang die sechste Sonate op. 82 von Prokofjew. Mit robuster Kraft, unnachgiebigem Rhythmus und breitem Elan gelingt es Jochen Ferber, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Äußerst klanglich differenziert erklingt im Seitensatz ein lyrisches Thema, das mal als Toccata, mal als Marsch wiederkehrt. Der zweite Satz mit stampfendem Rhythmus und mit Verve vorgetragen ist eine Mischung aus Marsch und Scherzo. Der dritte Satz erklingt elegisch und sehnsuchtsvoll. Im vierten Satz zeigt Jochen Ferber nochmals seine große Gestaltungskraft, seine fulminante Technik und seinen viruosen Gestus...

Andrea Strittmatter im „Wildbader Anzeigenblatt", 20.03.2002

"...weit mehr als nur ein Einspielstück war Claude Debussys Violinsonate aus dem Jahr 1917. …Nach dem verhaltenen Beginn des Kopfsatzes entwickelte Muriel Bardon aus fahlen Klangfärbungen eine weiche Kantabilität, die mit eruptiven Momenten kontrastierte... Jochen Ferber zeigte sich hier geradezu als Idealtyp des Begleiters: zurückhaltend und unauffällig im Hintergrund agierend, dabei jedoch stets mit hochkonzentrierter Präsenz und differenzierter Anschlagskunst auf die Solistin eingehend. Kammermusikalische Partnerschaft war auch das Markenzeichen der Interpretation von Sergej Prokofjewes Sonate Nr. 1. Bardon und Ferber reagierten mit feinem Instinkt aufeinander und lieferten akribische Detailarbeit ab, strukturierten dynamisch bis in die Extreme und bewältigten die horrenden technischen Anforderungen mit Souveränität..."

Rainer Kellmayer in „Esslinger Zeitung“, 18.02.2002

"Mit seinem Konzertabend im Kaisersaal auf der Comburg versetzte diese Woche der Murrhardter Pianist Jochen Ferber das Publikum in Erstaunen. Was Ferber neben technischer Raffinesse an interpretatorischem Können unter Beweis stellte, ließ keinen anderern Schluß zu: hier war ein Meister seines Instrumentes am Werk. Das bestätigte vor allem die eingangs zu hörende Partita Nr. 1 in B- Dur von Johann Sebastian Bach. Wundervoll getupfte Staccati im Präludium, gelunge Phrasierungsbögen in Allemande und Corrente, sehr schön ausgeführte Verzierungen in Verbindung mit einer unglaublich feinen Anschlagskultur begeisterten das Publikum..."

Ralf Snurawa in "Gaildorfer Rundschau", 26.05.2001

"Ein Pianist, zumal ein junger wie Jochen Ferber, steht vor vielen Problemen. Gibt er zu viel, so verzerrt er das Werk, gibt er zu wenig, unterdrückt er es. Folgt auf Mozart das 19. und 20. Jahrhundert, so kann Mozart im Vergleich zur späteren, üppigeren Romantik dürftig wirken. Es bedarf großen Könnens, um dabei zu starke Kontraste zu vermeiden. Ferber gelang dies, da er in Mozarts D- Dur Sonate der Motorik so viel Drive und Ausdruck verlieh, daß man trotz gezügelter Dynamik nichts vermißte. Er stellte in der Finale- Mitte den Kulminationspunkt eindrucksvoll heraus und meisterte diese technisch heikelste Stelle der Sonate besonders sicher. Zart, aber ohne falsches Sentiment, endete die einstimmige Kadenz vor der Reprise. Bei den Debussy- Préludes überzeugten der abrupt-trockene Schluß der "unterbrochenen Serenade", die vollgriffige "Kathedrale" und die Oktavsrpünge im "Westwind". Sofia Gubaidulinas Chaconne mit Fuge erwies sich dank Ferbers ausschöpfender Wiedergabe als Werk, dessen Struktur und Technik zu gehaltvoller Aussage verschmelzen.In Skrjabins fünfter Sonate kontrastieren Turbulenz und Lyrik. Eindrucksvoll gelang die Steigerung vor dem bizarren Schluß. Erfreulich, daß Ferber statt Liszts oft gespielter h- moll- Sonate dessen selten gehörte Dante- Sonate bot. Daß er ihre Inferno- Dramatik ohne Übertreibung, aber technisch souverän ausschöpfte, verdient großes Lob. Viel Beifall für dieses Meisterkonzert und als Zugabe Liszts Leggierezza-Etüde."

Martin Betulius in "Heilbronner Stimme", 05.02.2001

"In Griegs Klavierkonzert a-moll überzeugte Jochen Ferber mit bemerkenswerter manueller Präsenz. Sein Anschlag ist kraftvoll, doch im Mittelsatz zeigte sich, daß der junge Künstler auch ein sensibler Gestalter ist."

Stuttgarter Nachrichten 10.5.2001

"Der junge Pianist spielt nicht nur praktisch völlig fehlerfrei und technisch absolut zuverlässig, er ist sich auch im Gegensatz zu manch anderem Pianisten seiner Interpretation sehr sicher. Jochen Ferber weiß genau, wo er hin will; seine Gestaltung ist bei alter wie moderner Musik durchdacht und in sich gerundet. Er ist rhythmisch sicher und arbeitet die Dynamik bestens heraus, sowohl über das ganze Stück hinweg als auch in den kurzen Bögen..."

Winnender Zeitung, 18.01.2000

"Die musikalisch anspruchsvolle und technisch vertrackte Sonate Nr. 2 für Violine und Klavier von Béla Bartók beherrschte die Geigerin Ulrike Dumpert mit erstaunlicher Sicherheit und führte die Zuhörer konzentriert durch die rhapsodisch angelegte Komposition. Hier konnte ihr Klavierpartner Jochen Ferber seine eminente Begabung herausstellen. In idealer Haltung vor der Tastartur entfächerte er mit lockerem Fingerspiel eine breite Palette an Nuancen in Lautstärke und Anschlag. Technisch makellos unterstützte er mit seinem sicheren Vortrag nicht nur seine Partnerin, sondern machte auch hörbar, wie gut sich beide Musiker eine schlüssige interpretation erarbeitet haben. Bei der Sonate für Violine und Klavier A-Dur op. 100 von Johannes Brahms begeisterte Ferber durch die sonore Fülle, den wunderbar singenden Anschlag- besonders bemerkenswert in der Moll- Durchführung des ersten Satzes - und die für Brahms so charakteristische Secco- Ausführung mancher Staccato- Akkorde oder schneller Arpeggien..."

Christian Ekowski in Frankfurter Allgemeine Zeitung 11.02.2000